Mehr weibliche Sichtbarkeit im Web

Gerade Frauen sagt man nach, dass sie ihr Licht gern unter den Scheffel stellen, sich nicht so in den Vordergrund stellen mögen. Das mag man noch harmlos als weibliche Tugend abtun, ist aber für Selbstständige und Unternehmer schlecht fürs Geschäft. Fakt ist: wer sich nicht zeigt, wird nicht gefunden.

Man kann eine Menge tun, um im Web gefunden zu werden. Darüber haben wir in der Vergangenheit schon mehrfach geschrieben. Ob es eher um technische Aspekte geht, die in den Bereich der Suchmaschinenoptimierung fallen, oder die Frage, wie man seine Expertise auch auf anderen Kanälen als den eigenen verbreitet, um den Fußabdruck im Netz zu vergrößern – viele Schräubchen an denen man drehen kann.
In der Praxis erlebe ich aber immer wieder, dass gerade meine Kundinnen oft zögern sind, sich überhaupt zu zeigen. Ob hier nun Schüchternheit, eine (falsche) Bescheidenheit oder mangelndes Selbstvertrauen die Ursache ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Sicher spielen viele Faktoren eine Rolle.

Selbstdarstellung - so gehts natürlich auchSelbstdarstellung – nein danke?!

Erfolgreiche GeschäftsfrauWie stark sollte der/die Selbstständige persönlich sichtbar sein? Nicht falsch verstehen, ich bin kein Fan davon, sein Foto mit Erfolgsattributen wie dem großen Auto, dem Urlaub am Strand oder der dicken Uhr als ihre eigenen Testimonials inflationär auf den sozialen Medien zu streuen. Da stellen sich mir oft die Nackenhaare auf und mein Wunsch, mit solchen Selbstdarstellern zusammenzuarbeiten, geht gegen null. Aber klar ist – gar nicht zeigen ist auch kein Lösung. Hier gilt es einen Weg zu finden, sich authentisch und sympathisch zu präsentieren, ohne dass man selbst dabei Bauchschmerzen bekommt. Ihr mögt keine gestellten Profilbilder von euch mit einem verkrampften Lächeln? Kein Problem, eure potenziellen Kunden vermutlich auch nicht, wenn man euch euren Unwillen dabei ansieht. Szenen aus dem Arbeitsalltag helfen da, und transportieren gleich eure Kompetenz und Expertise. Ihr gebt Fitness-Kurse? Super, dann einfach ein Bild als Kursleiter aufnehmen. Ihr seid als Architektin am Start? Warum dann nicht ein Bild in groben Schuhen und mit Helm auf der Baustelle? Euer Hund begleitet euch bei den Therapiesitzungen? Perfekt, dann muss er mit aufs Bild, denn Tierbilder wirken immer attraktiv. So kann man durch aus einen Weg finden, wie man sich selbst zeigt, ohne dass man sich dabei nicht mehr wiedererkennt. Traut euch!

Hinterlassen Sie einen Kommentar